54 000 Plakate und Poster - und es werden immer mehr
Ein Kleinod in der Warschauer Museumslandschaft, das im Schatten der Pracht von Schloss Wilanów leider schnell übersehen wird: Im alten Rennstall Ujeżdżalnia auf dem Schlossgelände hat das erste Plakatmuseum Europas (gegründet 1968) sein Zuhause. Es ist ein faszinierendes Sammelsurium von sage und schreibe 54 000 Werken aus Polen und aus dem Ausland. Schon früh wurde in Polen das Medium Plakat als Kunst begriffen, bildete sich eine polnische Plakatschule heraus, die internationalen Ruhm genoss. Dazu gehören Namen wie Henryk Tomaszewski, Franciszek Starowieyski und Jan Lenica. Seit 1994 ist das Museum fester Ort der Internationalen Plakat-Biennale. Alle zwei Jahre wählt die Jury in drei Kategorien aus 2000 Arbeiten die besten aus. Ein Schwerpunkt liegt auf jeweils neuen Werken, doch auch Plakate vergangener Jahrzehnte sind präsent. Besonders interessant: polnische Plakate aus sozialistischen Zeiten.
