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2 tripwolf-Mitglieder mögen Kilimandscharo
Etwa 200 km von Namanga, dem Grenzübergang von Kenia nach Tansania, entfernt liegen Moshi und, 20 km von Moshi, Marangu, die besten Ausgangspunkte für eine Besteigung des Kilimandscharo - oder aber auch nur für eine Bergwanderung an den Hängen. Bergsteigerische Erfahrung ist nicht erforderlich. Allerdings macht die dünne Luft (5895 m) erheblich zu schaffen. Grundregel: allmähliche Gewöhnung an die Höhenunterschiede! Im Allgemeinen rechnet man für den Auf- und Abstieg fünf Tage. Von den drei Kratern des Bergmassivs - Mawenzi, Kibo und Shira - ist der Kibo das Ziel der meisten Besucher. Die erste Etappe führt zunächst durch Kaffeeplantagen, dann durch dichten Regenwald mit Baumriesen, bunten Blüten und Schmetterlingen. Gelegentlich guckt neugierig ein weißbärtiger Colobus-Affe durchs Geäst. Nach drei bis vier Stunden ist die Mandara-Hütte in 2750 m Höhe erreicht. Auf schmalem, steilem Pfad geht's am nächsten Tag weiter durch dichten Regenwald. Die Geräusche des Waldes werden übertönt vom Rauschen der zahllosen Bäche und Wasserfälle, die aus eisigen Höhen in die Tiefe stürzen. Dann plötzlich öffnet sich die Landschaft, der Pfad führt durch weites Hochmoor. Der Blick ist frei auf den silbern glänzenden Schneegipfel des Kibo und die dunklen Zacken des Mawenzi. Der Weg ist bequem, mit nur geringer Steigung. Der Boden wird felsiger, die Vegetation karger. Die Höhe macht sich bemerkbar. Pole, pole - langsam, langsam, mahnen die Träger. Die zweite Nacht wird in der Horombo-Hütte verbracht, in 3750 m Höhe. In bitterer Kälte, der Boden ist bereits gefroren, geht's am nächsten Morgen weiter zur vorletzten Etappe, durch eine typische Höhenvegetation. Die Atemluft wird merklich knapper. Sollten sich Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Übelkeit einstellen, sollte man den Aufstieg besser abbrechen. Fünf bis sechs Stunden dauert es bis zur letzten, der Kibo-Hütte, direkt am Fuße des Kibo - in 4700 m Höhe. Die Luft ist eiskalt, kaum jemandem gelingt es zu schlafen. In sternenklarer, eiskalter Nacht, um 1 Uhr morgens, beginnt dann die letzte Etappe: Immer mühsamer wird der Weg. Nach drei Stunden ist die Hans-Meyer-Höhe erreicht, benannt nach dem ersten Europäer, der die Höhe 1889 erklomm, und nach weiteren vier Stunden endlich der Kraterrand am Gillman's Point. »Nie wieder«, schwören sich die meisten. Doch der Sonnenaufgang und der Blick über die Eis- und Schneefelder des Kraters lassen den Schwur vergessen. Der Abstieg ist mühelos, sieben Stunden bis zur Horombo-Hütte. Die beste Jahreszeit für eine Besteigung des Kilimandscharo - und zugleich Hochsaison (Vorbuchung erforderlich) - ist Dezember bis Februar und Juli/August. Die Tour kann über Reiseagenturen in Nairobi oder in einem der beiden hier auch für die Übernachtung empfohlenen Hotels in Marangu und Moshi gebucht werden: Kibo- Hotel (in 1550 m Höhe, 74 Zi., Marangu, P.O.B. 102, Tel./Fax 00255/27/275 13 08, €€); Marangu-Hotel (42 Zi., Moshi, P.O.B. 40, Tel. 00255/27/275 65 94, Fax 275 65 91, info@maranguhotel.com, €€). Beide Hotels vermitteln Träger und Bergführer und vermieten auch die nötige Ausrüstung wie Handschuhe, Bergstiefel, Decken, Schlafsack.
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