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Calle Las Damas

Calle Las Damas

von Marcopolo

Ursprünglich die »Königliche Straße«, weil sie auf den Palast zuführt, erinnert ihr Name an María de Toledo, Ehefrau von Diego Colón, die hier gern mit ihren Damen promenierte. Die Straße wurde zeitgleich mit der Fortaleza Ozama (Mo-Sa 9 bis 19, So 10-15 Uhr, Eintritt 20 Pesos) angelegt, deren Reste sich hinter dem Portal de Carlos III zeigen: die mittelalterlich wirkende Torre del Homenaje (1507), Spähturm, Verlies und Bürgermeisterresidenz. Von oben bietet sich ein herrlicher Blick auf die Mündung des Río Ozama. Von 1533 bis 1557 schrieb hier der königliche Chronist der Konquista, Gonzalo Fernández de Oviedo, seine »Historia General y Natural de las Indias«. Gleich daneben wohnten die Bastidas, eine der einflussreichsten Familien der frühen Kolonialzeit. In der Casa Bastidas, die einen arkadengeschmückten Innenhof besitzt, ist das Museo Infantil untergebracht. Gegenüber in der Casa Francia (heute Sitz der französischen Botschaft, keine Besichtigung) an der Ecke Calle Las Damas/Calle El Conde soll sich Hernán Cortés auf die Eroberung Kubas vorbereitet haben, bevor er von dort weiter nach Mexiko zog. Weiter Richtung Norden öffnet sich der Blick in die Heldengedenkstätte des Panteón Nacional (tgl. 8 bis 18 Uhr, kein Eintritt) in der ehemaligen Jesuitenkirche. Vom Reichtum des aus Lateinamerika vertriebenen Ordens erzählt die prächtige, von kantigen Säulen untergliederte Fassade. Die Kirche wurde von den Jesuiten nur von 1717 bis 1767 genutzt. Danach diente sie kurze Zeit als Tabaklager. Unter Trujillo, der sie zu seiner späteren Grabstätte machen wollte, wurde sie dann 1956 zu einem Mausoleum umgebaut. Heute ehrt das Gebäude berühmte Persönlichkeiten des Landes wie Gregorio Luperón und Eugenio Hostos - und die Mörder von Trujillo. Gegenüber, im neuen Sofitel-Hotel Nicolás de Ovando, verbergen sich die historischen Mauern der Casas de Ovando y Diego de Dávila, Wohnsitze des Stadtgründers und des von ihm nach Hispaniola berufenen Ratsherrn Dávila. Die kleine Capilla de los Remedios ein Stück weiter mit dem gestuften Glockengiebel stand auf dem Dávila-Grundstück und wurde von der Familie als Privatkapelle genutzt. Vor den Zinnen der Mauer, luftiger abendlicher Treffpunkt der Verliebten, steht der Turm einer alten Sonnenuhr, und gegenüber breitet sich der kompakte Gebäudekomplex der Casas Reales (tgl. 9-17 Uhr, Führungen 30 Pesos) aus. Der nordwestliche Teil war Sitz des Gouverneurs, der südöstliche Real Audiencia (Gerichtshof). Innen ist das wichtigste historische Museum der Stadt untergebracht; zu sehen sind unter anderem alte Kettenhemden und Säbel.

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Calle Las Damas Fakten

  • Öffnungszeiten: tgl. 9-17 Uhr,
  • Preise und Ausstattung: 30 Pesos

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