Die Strecke vom italienischen Triest nach Koper (20 km) ist groß beschildert, aber meist nur mit dem italienischen Namen Capodistria und ohne den Hinweis, dass sich die Stadt in Slowenien befindet. Die Slowenen wiederum betiteln Triest als Trst, und auf den kroatischen Straßenschildern in Südistrien steht Kopar für Koper. Doch dies sind nur kleine, etwas verwirrende Details in dem ansonsten beschaulichen Dreiländereck.
Hinter einer Schnellstraße, hinter Industrieanlagen, Bahngleisen und Neubausiedlungen versteckt sich die venezianisch geprägte, malerische Altstadt von Koper (ca. 25000 Ew.) auf einer Halbinsel 7 km östlich von Izola. Hier werden Sie gleich mit dem größten Problem an der relativ wohlhabenden slowenischen Riviera Bekanntschaft machen: mit der Parkplatzmisere. Da hilft nur Umsteigen: Die häufig verkehrenden Linienbusse aus den Urlauberzentren bieten eine gute Alternative zum eigenen Auto.
Sehenswert sind auf dem Stadtplatz der Prätorenpalast mit seinen eindrucksvollen Zinnen, gegenüber die prächtige Loggia, in die noch 2009 ein neues Café einziehen soll. Ihr zur Seite steht die reich geschmückte Kathedrale mit wertvollen Gemälden des Venezianers Vittore Carpaccio aus dem 16. Jh. und dem Glockenturm. Unweit davon präsentiert das Regionalmuseum (Di-Fr 10-18, Sa/So 9-13, Juli/Aug. 9-13 und 18-21 Uhr 2 Euro Palazzo Belgramoni-Tacco Kidričeva ulica 19) eine historische Darstellung des Küstenlandes.
Die Geschäftsstadt Koper ist kein Ferienort, aber dennoch einen Ausflug wert. In gut sortierten Läden, im Kaufhaus und auf dem Markt bekommt man alles für den täglichen Bedarf. Zum großen Einkaufsbummel aber fahren selbst die Einheimischen über die italienische Grenze ins nahe Triest.
Auskunft: Tourismusverband Titov trg 3 Pretorska palača
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