Mit Bodrum gehört Marmaris (ca. 30000 Ew.) zu den beiden pittoresken Fischerdörfern der Südlichen Ägäis, die sich seit 1960 radikal verändert und in große Tourismuszentren gewandelt haben.
Nicht immer zufällig ausgebrochene, große Waldbrände im Hinterland - Marmaris' Tannen- und Zedernwälder sind berühmt - haben hässlichen Betonbauten den nötigen Platz beschert. Seit der Eröffnung des Flughafens Dalaman Anfang der 1990er-Jahre erhöhte sich die Bettenkapazität auf 50000 und die Einwohnerzahl im Sommer auf 130000. Trotzdem bleibt die Stadt attraktiv: Die gut erhaltene Burg, der Strand vor der Tür, der alte Hafen, die Schau schöner Segelboote am Kai und das rege Nachtleben ziehen jährlich Zehntausende hierher. Die Buchten in der Umgebung wie İçmeler (10 km) und Turunç (20 km), beide wegen ihrer Sauberkeit mit der Blauen Flagge der EU ausgezeichnet, sind ruhiger.
Von dem antiken Physkos, der Hafenstadt der Karer, ist nicht viel übrig geblieben - außer der Bedeutung als Hafenstadt: Die Marina von Marmaris ist die größte des östlichen Mittelmeers und zugleich der Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung einschließlich der griechischen Inseln. Mit dem großen Golf von Gökova im Norden mit seinen zahlreichen Buchten, den Inseln der Dodekanes gleich vor der Tür und den Halbinseln Datça und Bozburun in Reichweite ist Marmaris eine Reise wert. Da die Stadt für die osmanische Flotte ein wichtiger Stützpunkt war, gibt es hier verschiedene Sehenswürdigkeiten aus den vergangenen Jahrhunderten.
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