Eingeschlossen in die Herzen von Stare Mesto ist Josefov, dem ehemaligen jüdischen Stadt, eine der ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden in der ganzen Westen.
Die ersten Hinweise auf jüdische Siedlungen in Prag stammen aus dem 10. Jh. Wahrscheinlich wohnten die meist als Geschäftsleute tätigen Juden zunächst auf der Kleinseite und mussten im 13. Jh. auf Grund eines Erlasses in das Viertel um die spätere Altneusynagoge ziehen. Mit dem Bau von eigenen Schulen, Synagogen und Wohnhäusern wuchs die Siedlung schnell. Ihre Bewohner waren aber wiederholt Opfer von Pogromen. Beim schlimmsten Übergriff an Ostern 1389 starben mehr als 3000 Juden. Ihrer wird jedes Jahr am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur (Versöhnung) in der Altneusynagoge gedacht.
Erst 1848 erhielten die Juden Bürgerrechte und durften außerhalb der Josefstadt wohnen. Gewissermaßen war das das Todesurteil für das Viertel: Nachdem der überwiegende Teil der wohlhabenden Familien weggezogen war, verfiel das Ghetto zusehends.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das soziale Gefüge der Gemeinde dann von den deutschen Besatzern völlig zerstört und die meisten Bewohner ermordet. Einzig die Bauwerke blieben verschont, da die Nationalsozialisten in Prag ein »Museum der ausgestorbenen Rasse« errichten wollten. Metro: Staroměstská (A)




