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Ein Boulevard der Eiligen, der Schlendernden, der Verliebten, der Erlebnishungrigen, der Taschen- und der Tagediebe: Das ist der Wenzelsplatz heute. Er beherbergt zwei Metrostationen, zehn Wechselstuben, zahlreiche Büros, Geschäfte und Restaurants, dabei hatte ihn Karl IV. 1348 lediglich als Rossmarkt vor den Toren der Altstadt gegründet. 500 Jahre später unterlagen die Böhmen hier in einem Streit den Habsburgern. Zum Trotz gaben sie dem 750 m langen und 60 m breiten Ort den Namen des Landespatrons Wenzel. Er steht als Bronzedenkmal am oberen Ende des Platzes, vor dem gewaltigen Gebäude des Nationalmuseums. Flankenschutz geben der Reiterfigur die Statuen der Landesheiligen Agnes, Ludmila, Prokop und Adalbert (Vojtěch). In der Nähe des Denkmals verbrannte sich der Student Jan Palach am 16. Januar 1969 aus Protest gegen die Lethargie des Volks nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten (Gedenkstätte im Pflaster vor dem Nationalmuseum). In den 1980er-Jahren versuchte Innenminister Lubomír Strougal, mit der Anlage des mittleren Grünstreifens Demonstrationen zu verhindern. Wenige Jahre später konzentrierte sich hier der Protest gegen das kommunistische Regime. Als Václav Havel im November 1989 vom Balkon des Verlagshauses Melantrich sprach, war die demokratische Revolution nicht mehr aufzuhalten. Metro: Můstek (A, B), Muzeum (A, C)
Wenzelsplatz (Václavské náměstí) Reiseführer von
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one of the most beautiful and magic squares in the world, no doubt!
2009-10-24 / / Missbrauch melden
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