Wo Schildkröten nicht mehr im Suppentopf landen
Zugegeben: Schwierig ist die Anfahrt und ziemlich lang außerdem. Wer es trotzdem wagt, wird aber reich belohnt. Die Atolle und Inseln der Äußeren Seychellen bilden nämlich einen äußerst ungewöhnlichen Kontrast zu dem, was man sonst unter dem Begriff Seychellen kennt.Die Inseln bestehen nämlich nicht aus Granit, sondern sind Koralleninseln. Wie auch Denis und Bird Island sind sie das Produkt jahrtausendelangen Wachstums von Korallen. Im Gegensatz zu den Inseln der Inneren Seychellen liegen sie nicht mehr auf dem eingangs beschriebenen Unterwasserplateau, sondern außerhalb davon gut 200 km südwestlich der Hauptinsel Mahé.Alle Inseln der Äußeren Seychellen gehören zum Feinsten, was der Archipel vor der afrikanischen Küste zu bieten hat: Strände mit Sand wie Puderzucker, glasklares Wasser, eine faszinierende Unterwasserwelt. Es scheint auch, dass sich die Natur von den Zerstörungen, die das Klimaphänomen El Niño im Sommer 1998 angerichtet hat, schneller wieder erholt, als es Pessimisten befürchtet hatten.Auf den meisten der Äußeren Inseln gibt es keine Unterkünfte und auch keine festen Schiffsverbindungen zu anderen Inseln. Wer jedoch ohnehin auf Alphonse oder Desroches übernachtet, kann sich von den dort ansässigen Charterunternehmen ein Ausflugsprogramm zusammenstellen lassen, das - im Rahmen des Erlaubten und witterungsbedingt Zulässigen - zu einigen der Inseln führt, die sicherlich nicht jeder Seychellen-Urlauber zu Gesicht bekommt.

