Ihren Namen hat Silhouette von dem französischen Finanzminister Etienne de Silhouette, der der Legende nach sein Haus nur mit (billigen) Scherenschnitten statt mit (teuren) Gemälden schmückte und damit auch dem Schattenriss seinen Namen gab.
Europäer erforschten die Insel erstmals 1767; einige Jahrhunderte zuvor waren aber wahrscheinlich schon arabische Seefahrer auf dem Eiland. Die Geschichte der Insel ist untrennbar mit der Geschichte der Familie Dauban verknüpft, deren letztes Mitglied erst vor wenigen Jahren starb. Dass er 1924 als Speerwerfer an den olympischen Spielen in Paris teilnehmen konnte, verdankte er einem Talent, das er sich als Kind beim Harpunieren von Fischen in den Riffen von Silhouette angeeignet hatte. Sein Großvater Auguste hatte die Insel gekauft und dort ein prachtvolles Anwesen gebaut.
Heute gibt es drei kleine Ortschaften mit etwa 200 Bewohnern, die in erster Linie von der Kokosnussernte leben. Aus dem Fruchtfleisch der Nüsse stellen sie Kopra her. Dazu gibt es einen bescheidenen Anbau von Gewürzpflanzen, Kaffee, Tabak und tropischen Früchten.
Obwohl die Ortschaften alle an der Küste liegen, ist es - bedingt durch den Seegang - oft nicht möglich, sie mit dem Boot über das Wasser zu erreichen. Es bleibt Bewohnern wie Besuchern dann nur der weitaus beschwerlichere Weg durch den dichten Wald. Grundsätzlich ist Silhouette auch leicht über den (fischreichen) Kanal erreichbar, der die Insel von Mahé trennt. Bootsbesitzer an der Beau Vallon Beach bieten solche Tagesfahrten an und haben auch Angelgerät dabei (womit in aller Regel das Mittagessen schon gesichert ist). Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde.
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