Pilzwälder und salzige Quellen. Hier leben noch alte Bräuche, und mitten im Wald liegt Druskininkai, Litauens schönster Kurort
Fragen Sie einen Litauer nach der Dzūkija, wird er Ihnen von großen Wäldern erzählen und von Unmengen an Pilzen. Wald ist der große Reichtum dieser an Weißrussland grenzenden südlichsten litauischen Landschaft und fast ihr einziger. Der Boden ist karg, hier wachsen kaum mehr als Kiefern und Fichten, die Dzūkija war immer ein Land der armen Leute. Das harte Leben prägte ihren tiefen Gemeinschaftssinn: Nirgends sonst in Litauen finden Sie Dörfer, in denen so viele Traditionen und alte Bräuche überlebt haben. Die Dzūken sind ein besonderer Menschenschlag. Sie sprechen einen eigenen Dialekt, und sie singen gern: Hier sind die dainos, die alten Volkslieder zu Hause - Dainava, »Land der Lieder«, nennen die Litauer ihre Dzūkija auch.Die zweite ethnografische Region im Süden ist die Suvalkija, auch Sūduva genannt, im Winkel zwischen Polen und dem alten Ostpreußen. Über ihre Bewohner sind sich alle Litauer einig: Die Suvalken sind fleißig und ziemlich geizig. Rings um ihr Zentrum Marijampole blüht die Landwirtschaft; Dörfer, Kornfelder und die Wolken prägen die offene, hügelige Landschaft.


