»Tor zur Welt« nennen die Litauer ihre einzige Hafenstadt an der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee. Der Hafen (20 Mio. t Jahresumschlag) ist Motor und Scharnier des wirtschaftlichen Aufschwungs, den die drittgrößte Stadt Litauens (194 000 Ew.) seit Jahren nimmt. In Klaipėda verschmelzen deutsche und litauische Geschichte. Fast sieben Jahrhunderte, von ihrer Gründung 1252 bis 1945, hieß die Stadt Memel und gehörte zu Ostpreußen. Nach dem Krieg wurde aus Memel Klaipėda. Moskau ließ den Hafen ausbauen, Rüstungsbetriebe ansiedeln und die Stadt abriegeln, erst 1987 durften die ersten Ausländer herein.
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