Die große Klosteranlage am Ende des Newski Prospekts hat für die russisch-orthodoxe Kirche besondere Bedeutung: Als eines von nur vier Klöstern trägt es den Ehrentitel „Lawra“. Gegründet wurde das Kloster 1710 auf Weisung von Peter I. - angeblich an jener Stelle, wo Fürst Alexander Newski 1240 die Schweden geschlagen hatte. Dies war zwar tatsächlich etwa 20 km newaaufwärts geschehen, aber Peter verschaffte seiner Stadt so historische Kontinuität und einen Schutzheiligen obendrein: 1724 wurden die Gebeine Newskis aus Wladimir nach Petersburg überführt - der silberne Reliquienschrein steht heute in der Hauptkirche des Klosters, der 1776-90 errichteten Dreifaltigkeitskathedrale.
Das Kloster ist vor allem durch seine Friedhöfe berühmt: Wer vom Alexander-Newski-Platz (mit einem 2002 aufgestellten Reiterdenkmal) zum Kloster geht, läuft zunächst durch eine Gasse zwischen zwei Mauern. Dahinter liegen links der Lazarus-Friedhof aus dem 18. Jh. und rechts der als Künstlerfriedhof bekannte Tichwin-Friedhof. Ersterer ist ein wildes Gewirr von über tausend dicht an dicht stehenden Grabsteinen. Der im 19. Jh. angelegte Tichwin-Friedhof wurde hingegen in den 1930er-Jahren umgestaltet, um hier die Gräber von herausragenden Literaten, Musikern und Wissenschaftlern würdig zu präsentieren: Unter den 180 Gräbern sind jene von Dostojewski, Strawinski, Mussorgski, Tschaikowski oder Rimski-Korsakow. Beide Friedhöfe gehören dem Skulpturenmuseum, deshalb wird ein als Spende deklariertes Eintrittsgeld verlangt. Kloster tgl. 6-22, Kathedrale 6-20 Uhr 100 Rbl „Spende“ Museumsfriedhöfe 9.30-17 Uhr (im Sommer flexibel länger) 140 Rbl Adresse und Metro: Pl. Alexandra Newskogo
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