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4 tripwolf-Mitglieder mögen Peter-Paul-Festung


Auf der »Haseninsel« wurde am 16. Mai 1703 mit dem Bau einer Festung begonnen; sie wurde den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Der Tag der Grundsteinlegung wird als Stadtgeburtstag gefeiert. Die Festung hat die Form eines unregelmäßigen Sechsecks. Die erste Anlage war aus Holz, sie wurde aber schon 1706 durch Steinbauten abgelöst; 20000 Menschen arbeiteten am Bau, das Gesamtwerk war 1740 vollendet. 1787 wurden die Mauern zur Newaseite mit Granit verkleidet, um sie dem prunkvollen Bild der Stadt anzugleichen. Man betritt die Festung vom Kamennoostrowskij prospekt über die Johannesbrücke durch das äußere Johannestor und den Paradeeingang, das Petertor. Es wurde 1718 als Triumphbogen im Frühbarockstil von Domenico Trezzini errichtet. Auf dem Basrelief sieht man ein biblisches Sujet: der Sturz Simeons des Weisen, der sich zum dreieinigen Gott erklärt hat und nun vom Apostel Petrus vom Himmel auf die Erde herabgeholt wird. Der Gedanke an die Allmacht des Namensvetters des Apostels - Peter I. - und an die Unabwendbarkeit des russischen Sieges über die Schweden im Nordischen Krieg drängt sich auf. Die Hauptallee führt weiter zur Peter-Paul-Kathedrale. Auf dem Platz vor der Kathedrale befindet sich ein mit Säulen und Skulpturen geschmückter Pavillon, das Bootshaus Peters I. Gegenüber der Kathedrale befindet sich der Münzhof. Das einstöckige klassizistische Gebäude wurde 1806 erbaut, doch schon seit 1724 wurden hier Münzen und Medaillen geprägt. Dahinter liegt die Trubezkoj-Bastion. Sie diente seit 1718 als Gefängnis. Der erste Gefangene war der Zarewitsch Alexej, der Sohn Peters I., der sich gegen den Vater aufgelehnt hatte und hier starb. Die Festung war die erste und oft letzte Station auf dem Weg der Zarengegner. Im Kommandantenhaus befindet sich die Ausstellung »Geschichte St. Petersburgs und Petrograds 1703 bis 1917«. Hier sind historische Gegenstände ausgestellt, Pläne und Stadtansichten. Auf dem Dach der Bastion gibt es einen Fußgängersteg, der einen schönen Ausblick eröffnet. 1796-1860 befand sich auf dem Gelände der Festung auch die Reichsschatzkammer. 1922 wurde sie in ein Museum umgewandelt. Durch das seitliche Tor gelangt man zum Fluss. Unter dem Torbogen sind die Hochwasserkatastrophen chronologisiert, die St. Petersburg großen Schaden zugefügt haben: 1724, 1777, 1788, 1824, 1924, 1975. Die Mauern vor der Festung sind bei den ersten Sonnenstrahlen überfüllt mit Sonnenhungrigen. Im Winter kann man den Eisschwimmern (»Walrossen«) zusehen. Seit 1783 wird jeden Tag um 12 Uhr von der Naryschkin-Bastion ein Schuss abgefeuert. Die St. Petersburger stellen ihre Uhren danach. Die Festung ist tgl. geöffnet, Kathedrale, Museen und Gefängnis Do-So 11-17, Di (außer letzter Di im Monat) 11-16 Uhr, Metro: Gorkowskaja
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