Bis zur Gründung von St. Petersburg Anfang des 18. Jhs. war Nowgorod, die „neue Stadt“, Russlands wichtigstes Handelszentrum - 600 Jahre lang. Nach 1136 entstand um den „Großen Herrn Nowgorod“ eine mächtige Bojarenrepublik.
Der rasche wirtschaftliche Aufstieg war mit einer ausgedehnten Bautätigkeit verbunden, an der Kirche, Adel, Kaufleute und Bürger gleichermaßen beteiligt waren. Die Stadt konnte sich mehrfach gegen Eindringlinge zur Wehr setzen - gegen die Schweden, den Deutschen Orden, die Tataren. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie von deutschen Truppen weitgehend zerstört.
Für Welikij Nowgorod (206000 Ew.) sollte man sich unbedingt ein wenig Zeit nehmen: Auf beiden Seiten des Wolchow beeindrucken altrussische Klöster, Kirchen, Paläste und schöne Bürgerhäuser. Welikij Nowgorod besitzt zwei historisch besonders wertvolle Zentren: den Kreml (hier Detinez, „starker Bursche“, genannt) und - auf der anderen Seite des Flusses - den Jaroslawl-Hof, ein mittelalterliches Geschäftszentrum, vergleichbar mit jenen von Rom oder London.
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