Das Fischerdorf hat sich Ursprünglichkeit und Ruhe bewahrt
Der Streit darüber, wer schöner sei, Sozopol oder Nesebâr, ist ziemlich müßig - sie sind es beide auf ihre Art. Sozopol ist »jünger«, sagen die Bulgaren. Und das nicht nur stadtgeschichtlich: Sozopol ist eher bei einem jüngeren Publikum beliebt, während die nördliche Konkurrenz in Nesebâr eher beschaulicher wirkt. Die Altstadt von Sozopol (5000 Ew.) ist 30 km südöstlich von Burgas wie Nesebâr auf einer Felsenhalbinsel gelegen, und wie Nesebâr beherbergt sie eine Fülle von attraktiven Häusern aus dem 19. Jh. Aber hier säumen Zypressen die mit Kopfsteinpflaster bedeckten Gassen, in der Sonne trocknen Fischernetze und unter den Dachgesimsen die Fische. Die Nase registriert den Geruch von Feigen und Trockenfisch, man hat das Rauschen der Brandung und den Flügelschlag der Möwen im Ohr. Ein zauberhaftes Fischerdorf mit drei Stränden, das sich seine ursprüngliche Ruhe bewahrt hat. Es ist das bevorzugte Urlaubsgebiet von Malern und Schriftstellern. Von den Kirchen ist vor allem Sveta Bogorodica sehenswert mit Ikonen und Schnitzereien am Ikonostas (Bilderwand), an der Kanzel und am Bischofssitz. Das Archäologische Museum beherbergt eine bemerkenswerte Sammlung griechischer Vasen. Die schönsten Häuser, Cafés und Restaurants finden Sie im Bereich der Straßen Ulica Apolonija und Kiril i Metodij. Zu empfehlen sind die Mechana Vjatarna Melnica (€€), auf die Sie treffen, wenn Sie geradewegs durch den Ort marschieren (leicht zu erkennen an der kleinen Windmühle), und die Mechana Ksantana (€€). Beide Häuser servieren Fischgerichte und nationale Spezialitäten. Auf der anderen Seite der Halbinsel bietet sich das Orfeij (Kiril i Metodij 34) an.

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