In der Schwarzmeermetropole ist in den Sommermonaten jeden Abend
Mehr als 2500 Jahre hat Varna (310 000 Ew.) nun auf dem Buckel - aber dank Meer, Seefahrt und spätem Tourismus ist die Stadt offen, dank der allgegenwärtigen Kastanienbäume ist auch ihr Kern grün, und die Atmosphäre ist jugendlich frisch geblieben. Natürlich ist die zauberhafte Lage das Kapital der Stadt, aber die Varnenser haben auch etwas daraus gemacht. Drei Strände (Nord, Zentral, Süd), Rücken an Rücken zum alten Teil, nebenan ein wunderschöner, riesiger Meerespark, der zum Flanieren einlädt.
Die Altstadt von Varna - wo 570 v. Chr. aus Milet stammende Griechen den Ort Odyssos gründeten - befindet sich nicht gerade in musealem Zustand. Sie verbreitet den heimeligen Charme einer gewachsenen Siedlung, die nach Hinterhof und Nachbarschaft riecht. Als »heilkräftigsten Seekurort im südöstlichen Europa« bezeichnet ein deutscher Reiseführer aus den Zwanzigerjahren die Küstenstadt. Die Badanlage, selbst die Umkleideräume aus dieser Zeit sind erhalten geblieben. Heute haben sich hauptsächlich Restaurants, Bars und Diskotheken in den Anlagen angesiedelt - es ist die längste Partymeile Bulgariens. Von Mai bis Mitte Oktober tummeln sich auf der 3 km langen Promenade abends Tausende von Menschen aller Altersklassen. Sie trinken Bier, feiern Partys oder gehen einfach spazieren.
Am Hausstrand Varnas sind die Einheimischen zumeist unter sich. Touristen besuchen die Stadt fast ausschließlich zum Bummeln oder Ausgehen. Denn kulturell hat Varna einiges zu bieten: Mit dem Varnaer Sommer wird ein herausragendes Festival für klassische Musik, Theater, Oper und Ballett geboten, das auch internationale Stars anzieht. Vornehmlich im Festivalkomplex, aber auch auf den schönen Freilichtbühnen im Meerespark kann man so manche laue Sommernacht mit schönen Klängen verbringen.
















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