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Wenn es nach der Schönheit ginge, müsste Plovdiv die bulgarische Hauptstadt sein. Der für seinen Witz berühmte griechische Schriftsteller Lukian sang im 2. Jh. wahre Lobeshymnen auf die »größte und schönste aller Städte Thrakiens«. Plovdiv besteht heute aus zwei Städten, der Neu- und der Altstadt. Das alte Juwel ist von weitem sichtbar: Auf den drei Hügeln Nebet Tepe (Wächterhügel), Džambas Tepe (Seiltänzerhügel) und Taksim Tepe (Wasserscheidenhügel) erhebt sich die Altstadt.
Bei einem Stadtrundgang streift man die Stadtgeschichte von der Besiedlung durch die Thraker über die römische und die osmanische Zeit bis zur Zeit der nationalen Wiedergeburt im 18. und 19. Jh., als sich die Bulgaren auf ihre eigenen Traditionen besannen. Philipp II. von Makedonien hatte der Stadt 342 v. Chr. die Stadtrechte und seinen Namen verliehen: 300 Jahre lang hieß sie Philippopolis. Die Römer machten die Dreihügelstadt (Trimontium), wie sie sie nannten, im 1. Jh. zur Hauptstadt der Provinz Thrakien. Sie wurde in ihrer wechselvollen Geschichte oft erobert und zerstört.
Im 18./19. Jh. erlebte Plovdiv eine neue Blüte als Handelsstadt, von der heute viele schöne Häuser der Kaufleute aus der Zeit der nationalen Wiedergeburt zeugen. In der Altstadt leben und arbeiten heute nur 4500 der insgesamt 370 000 Ew. Sie erscheint wie ein bewohntes Freilichtmuseum, in dem wundervolle Häuser aus dem 18. und 19. Jh. das Bild bestimmen.
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