Das Zentrum des alten Bulgarien
Der Nordosten des Landes liegt etwas abseits der Hauptreiseströme. Er ist auch für bulgarische Touristen ein wenig bekanntes Terrain. Dabei hat er seine eigenen landschaftlichen Reize. Die Täler der Jantra und des Beli Lom zerstückeln die Donautafel zwischen Veliko Târnovo und Ruse in kleinere Einheiten, weiter östlich gibt es weite Flächen von Gras- und Buschland, auf denen nur Schafoder Ziegenherden zu finden sind. Beherrschend sind die Donau und das Zentrum des Nordostens, Ruse. Die Lage der Stadt an der Donau, die tief in den östlichen und weit in den mittleren Teil Europas hineinreicht, eröffnet gute Aussichten für eine neue Blüte. Hier liegen auch die beiden Zentren des ersten Bulgarischen Reiches im Mittelalter: die erste Hauptstadt Pliska, die zerstört wurde, und die Nachfolgehauptstadt Preslav. Im Nordosten ist vor allem auch die türkische Minderheit mit den Zentren Razgrad und Šumen vertreten. Die Bulgaren haben jedoch nach 1878 von der türkischen Architektur wenig übrig gelassen.

