Canal grande auf Thailändisch: Diese Wasserwege sind legendär
Thonburi ist ein Teil von Bangkok - und doch älter als die Metropole selbst. Thonburi war schon eine kleine Stadt, als Bangkok noch ein Hüttendorf namens Ban Makok war. Für die einstige Hauptstadt Ayutthaya diente Thonburi am Westufer des Chao Phraya als Zollhafen. Es war eine bewehrte Festung, um eine mögliche Seeinvasion zu vereiteln. Aber 1767 kamen die Burmesen auf dem Landweg und zerstörten Ayutthaya. König Thaksin verlegte die Hauptstadt daraufhin nach Thonburi. Doch schon 15 Jahre später war es wieder vorbei mit dem König und seiner neuen Kapitale. General Chakri entmachtete Thaksin, ließ sich selbst als Rama I. krönen und gründete auf der anderen Flussseite die Hauptstadt neu. Thonburi bekam keine prächtigen Paläste und monumentalen Tempel (mit Ausnahme des Wat Arun), ist aber gleichwohl beständig gewachsen. Allerdings nicht so schnell und mit solch radikalen Änderungen wie Bangkok. Zwar staut sich auch auf Thonburis Hauptstraßen der Verkehr, aber noch immer bilden Kanäle ein Spinnennetz von Wasserwegen, die den Stadtteil in ein Mosaik von Inseln teilen.
Eine Bootstour auf den Kanälen ist denn auch die Hauptattraktion für Touristen. Dabei gewinnen Sie einen Eindruck davon, warum frühe Reisende Bangkok als „Venedig des Ostens“ bezeichnet haben. Organisierte Touren können Sie in jedem Reisebüro buchen. Aber die großen Tourboote fahren nicht in die kleinen klong (Kanäle), wo Thonburi noch erstaunlich ländlich wirkt. Außerdem legen die größeren Pötte garantiert am „Schwimmenden Markt“ von Wat Sai an, der schon seit vielen Jahren nur noch ein inszeniertes Touristenspektakel ist und machen Station an einer nicht gerade beeindruckenden Schlangenfarm. Besser, Sie mieten sich selbst ein Motorboot samt Steuermann und erkunden das weit verzweigte Wasserlabyrinth auf eigene Faust. Sie müssen dem Kapitän aber vorher klar machen, dass Sie eben nicht dahin wollen, wo alle anderen herumschippern. Im Prinzip können Sie an jedem Pier ein Boot mieten. Die Chancen, einen Bootsführer zu finden, der Englisch versteht, sind am größten an den Piers beim Grand Palace (Tha Chang), beim River-City-Shoppingkomplex (Tha River City) und beim Oriental Hotel (Tha Oriental). Pro Stunde müssen Sie mit 500 bis 600 Baht rechnen. Handeln ist Pflicht! Und lassen Sie sich nicht von einem der Schlepper zu den Piers lotsen. Sonst müssen Sie auch noch deren Provision mitbezahlen. Und schon gar nicht sollten Sie sich auf eine free tour einlassen. Die endet wahrscheinlich in einem dubiosen Geschäft, wo Ihnen gar nicht edle Edelsteine angedreht werden. U-Bahn: Station Hua Lampong Skytrain: Station National Stadium, von dort jeweils ca. 15 Minuten zum Pier beim Großen Palast von Hua Lampong 15 Min. zu Fuß zum River-City-Pier, von der Skytrain-Station Surasak laufen Sie in 10 Min. zum Oriental-Pier...

