deinen gratis Reiseführer herunter für Thonburi
2 tripwolf-Mitglieder mögen Thonburi

Foto von flickr


Seit 1971 ein Teil von Bangkok und doch älter als Bangkok selbst. Thonburi war schon eine kleine Stadt, als Bangkok noch ein Hüttendorf namens Ban Makok war. Für die einstige Hauptstadt Ayutthaya diente Thonburi am Westufer des Chao Phraya als Zollhafen. Die Stadt war eine bewehrte Festung, um die mögliche Invasion von der See her zu vereiteln. Als Ayutthaya von den Burmesen 1767 zerstört wurde, verlegte König Taksin die Hauptstadt nach Thonburi. Doch schon 15 Jahre später war es wieder vorbei mit Taksin und seiner neuen Kapitale. General Chakri entmachtete den alten König, ließ sich selbst als Rama I. krönen und gründete auf der anderen Seite des Flusses die Hauptstadt neu. Thonburi bekam keine prächtigen Paläste und monumentalen Tempel (mit Ausnahme des Wat Arun), ist aber gleichwohl beständig gewachsen. Allerdings nicht so schnell und mit solchen radikalen Änderungen wie Bangkok. Zwar staut sich auch auf Thonburis Hauptstraßen der Verkehr, aber noch immer bilden Kanäle ein Spinnennetz von Wasserwegen, die den Stadtteil in ein Mosaik von Inseln teilen. Eine Bootstour auf den Kanälen ist denn auch die Hauptattraktion für Touristen. Wenn Sie aber durch die Straßen laufen, kann es sein, dass Sie den ganzen Tag lang nicht einem Ausländer begegnen. Eine touristische Infrastruktur fehlt völlig. So ist Thonburi der Stadtteil der Thai, mit modernen Wohnsiedlungen und alten Pfahlhäusern an stillen Kanälen, mit Geschäften und Einkaufszentren, mit Handwerksbetrieben und Fabriken. Für Touristen ist ein Spaziergang durch das Bangkok jenseits des Chao Phraya zweifellos interessanter. Wenn Sie aber Thonburi mit dem Boot erkunden, ändert sich das Bild: Sie gewinnen auch heute noch einen Eindruck davon, warum frühe Reisende Bangkok als »Venedig des Ostens« bezeichnet haben. Organisierte Touren können Sie in jedem Reisebüro, an jedem Hotelcounter buchen. Aber die großen Tourboote fahren nicht in die kleinen klongs (Kanäle), wo Thonburi noch erstaunlich ländlich wirkt. Außerdem legen sie garantiert am »Schwimmenden Markt« von Wat Sai an, der schon seit vielen Jahren nur noch ein inszeniertes Touristenspektakel ist, und machen Station an einer nicht gerade beeindruckenden Schlangenfarm. Besser, Sie mieten sich selbst ein Motorboot samt Steuermann und erkunden das weit verzweigte Wasserlabyrinth auf eigene Faust. Sie müssen dem Kapitän aber vorher klar machen, dass Sie nicht dahin wollen, wo alle herumschippern. Im Prinzip können Sie an jedem Pier ein Boot mieten. Die Chancen, einen Bootsführer zu finden, der Englisch versteht, sind am größten an den Piers beim Grand Palace (Tha Chang), bei der Memorial Bridge (Tha Saphan Phut), beim River-City-Shoppingkomplex (Tha River City) und beim Oriental Hotel (Tha Oriental). Pro Stunde müssen Sie mit 500 bis 600 Baht rechnen. Handeln ist Pflicht! Und lassen Sie sich nicht von einem der Schlepper zu den Piers lotsen. Sonst müssen Sie auch noch deren Provision bezahlen. Und schon gar nicht sollten Sie sich auf eine free tour einlassen. Die endet womöglich in einem dubiosen Geschäft, wo Ihnen überteuerte und gar nicht so edle Edelsteine angedreht werden. Sky Train: Station Saphan Taksin
Thonburi Reiseführer von Marcopolo Ist dieser Text veraltet?
deinen gratis Reiseführer herunter für Thonburi
kennst du Thonburi gut?

© 2009 tripwolf GmbH
Alle Rechte vorbehalten.
Über uns | Nutzungsbedingungen | Presse | Blog | Brancheneintrag | Partner | Autoren | Werben | Missbrauch melden | Feeback/Fragen
Diese Seite und ihre Bestandteile dürfen nicht ohne schriftliche Genehmigung reproduziert werden.
![]()