Auf der Spur von Marco Polo: Wo das alte China noch lebt
Chinatown, das klingt nach Opiumhöhlen, Spielhöllen und Lastern aller Art. Aber keine Sorge: Was immer sich hinter manch geschlossener Tür tut, Touristen bleiben bei einem Bummel davon unbehelligt.
Denn Chinatown ist auch ein Viertel, in dem Business fast rund um die Uhr angesagt ist. Ob Orangen oder Stoffe, Werkzeuge oder Waschmaschinen - hier gibt es fast alles. Und manches, was glänzt, ist auch wirklich Gold.
Die Yaowarat Rd. in Chinatown ist das Zentrum für den Handel mit Schmuck aus fast reinem Gold. Der besondere Reiz dieses Viertels liegt in seinen Gassen und Seitenstraßen. Jedes Haus, ob modern oder alt und verwittert, ist auch ein Laden oder Restaurant. Im Erdgeschoss werden Geschäfte gemacht, eine Etage darüber wohnt die Familie. Gehsteige, sofern überhaupt vorhanden, sind Warenlager und Handelsplatz.
Pahurat ist Chinatown auf Indisch - dieses Viertel könnte auch in Bombay liegen. Hier leben Hindus und Sikhs und handeln vor allem mit Stoffen. Die zahllosen indischen Schneider in den Touristenvierteln decken sich in Pahurat ein. Aber selbst aus Indien fliegen unablässig Textilhändler ein, um in Bangkoks Little India ihre Schnäppchen zu machen. Natürlich gibt es hier auch alles andere, was zu Indiens Way of life gehört. Zum Beispiel scharfe Gewürze, süßliche Parfüms und die neuesten Schmacht- und Schmalzvideos aus Bollywood. In kleinen Kneipen können Sie sich stärken, zum Beispiel mit einem frisch gebackenen chapati (Fladenbrot) und einem Teller dal (Linsen). U-Bahn: Station Hua Lampong, von dort 5 Min zu Fuß nach Chinatown (10 Min. mit dem Taxi nach Pahurat) Chao-Phraya-Expressboot: Piers Tha Ratchawong, Tha Saphan Phut

