Gebetsfahnen und Yakbutterlämpchen - Auf dem Dach der Welt ist man den Göttern nah
Die Autonome Region ist der bekannteste jener Landesteile Chinas, deren Kultur nicht chinesisch ist. Tibet geriet 1722 unter chinesische Oberherrschaft; von 1913 bis 1950 war es faktisch selbständig. Als China 1959 einen Aufstand in Lhasa niederschlug, floh der Dalai Lama mit einem Teil der Mönchselite außer Landes.Für Tibetreisen gelten spezielle Regeln; Sie dürfen nicht auf eigene Faust einreisen. Wenden Sie sich z. B. auf Deutsch oder Englisch an Herrn He Zhongwen oder Frau Amei Chen, Sichuan CITS, Tel. 028/86 08 61 00, Fax 86 08 72 00, http://www.tochinawest.com) oder an Tibet-Trip (Tel. 029/85 23 66 88, http://www.tibettrip.com). Die Büros besorgen die nötige polizeiliche Genehmigung.Typisch für Tibet ist die Einheit von Kultur und Religion. Von der Inbrunst des Glaubens wird jeder Besucher ebenso fasziniert wie vom wilden tibetischen Hochland, wo bunte Gebetsfahnen auf jedem Bauernhaus die Wünsche der Menschen gen Himmel schicken: Blau steht für den Himmel, Weiß für die Wolken, Rot für die Sonne, Grün für das Wasser und Gelb für die Erde. Ein weiteres Symbol, eine liegende Sichel und ein darin schwebender Kreis mit Feuerschweif, ziert ebenfalls viele Bauernhäuser: Es verkörpert Mond und Sonne.Prägende Kraft in Tibets Religion ist die von Tsongkhapa (1357 bis 1419) gegründete Schulrichtung der »Gelbmützen« (Gelugpa), die die monastische Disziplin betont. Der »Gelben Kirche« entstammen auch die Institutionen von Dalai Lama und Panchen Lama.

