Zwischen Dschungel und Himalaya - Landschaftliche Extreme und die
kulturelle Vielfalt seiner Völker machen den Zauber des Südwestens aus
Hier findet man die perfekte Ergänzung zur städtischen Kultur des
chinesischen Kernlandes: grandiose Landschaften, unkompliziert
freundliche Menschen - und manchmal sogar ein bisschen Einsamkeit. Im
Norden bildet das fruchtbare Rote Becken das Zentrum der traditionell
wohlhabenden und politisch selbstbewussten Provinz Sichuan, weiter
südlich liegen in hügeliger Karstlandschaft Yunnan und Guizhou, die
trotz reicher Bodenschätze zu den ärmsten Provinzen des Landes zählen.
Im Westen wird die Region von den Ausläufern der tibetischen Hochebene
begrenzt, der alten tibetischen Provinz Kham, deren Gipfel über 7000 m
Höhe erreichen. Die Südspitze Yunnans dagegen ragt weit in die
tropischen Regenwälder Indochinas hinein. Yunnan, in dem 24 verschiedene
»Minoritäten« ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachen, hat in den
letzten Jahren bei westlichen Besuchern stetig an Beliebtheit gewonnen.
Dem benachbarten kargen Guizhou dagegen, von dem ein Sprichwort sagt,
man könne dort unmöglich drei Tage Sonnenschein, drei Silberstücke oder
drei Ellen ebenes Land auf einmal antreffen, steht seine touristische
Entdeckung noch bevor.

