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In dem verschlafenen, 23 km von Virpazar entfernten Weiler zwischen Flüssen und See hat der Mythos der schwarzen Berge Montenegros vielleicht seinen Ursprung. Denn bevor die Osmanen im 15. Jh. begannen, dem Staatsgründer Ivan Crnojević und seinen Gefährten das Leben schwer zu machen, hatten diese auf der Trutzburg am Rand des Skutarisees ihren Stammsitz aufgeschlagen - ein Hort der Sicherheit inmitten der feindlichen Natur. Doch nachdem die türkischen Truppen Podgorica und Skadar eingenommen hatten, sahen sich die Angehörigen des Crnojević-Clans Ende des 15. Jhs. gezwungen, den in der leicht angreifbaren Ebene gelegenen Rückzugsort zu verlassen - und sich ins Hochland der schwarzen Berge von Obod und Cetinje aufzumachen. Ein kleiner Pfad führt in 15 Minuten zu der gut erhaltenen Ruine hinauf, wo ein herrlicher Ausblick auf die riesige Seen- und Flüsselandschaft winkt, die vor allem nach der Schneeschmelze im Frühjahr in herrlicher Blütenpracht schimmert. An der nordwestlichen Mauer erinnert ein Gedenkstein an die Schlacht von 1835.
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