Das verträumte Seefahrerstädtchen versetzt Besucher in längst vergangene Zeiten
Die Büsten vor der im 15. Jh. errichteten barocken Sveti-Nikola-Kirche mit ihrem 55 m hohen, barocken Glockenturm zeigen, wem das Städtchen mit den meisten Sonnenstunden pro Tag seinen Ruf zu verdanken hat: seinen Kapitänen, bei denen auch Seeleute Peters des Großen in die Schule gingen. Heute hat der unter Denkmalschutz stehende Ort nur noch 300 Bewohner, einst aber war die Flotte der 1558 für autonom erklärten Gemeinde größer als die von Dubrovnik. Perast zählt zu den schönsten Barockstädtchen an der Adria. Über Jahrhunderte stand es unter venezianischer Kontrolle, immer wieder angegriffen von den Schiffen des Osmanischen Reichs, das die Stadt jedoch nie erobern konnte. Ihr Status als wichtiger Grenzort brachte den Bewohnern zahlreiche Privilegien ein, die jedoch mit dem Fall Venedigs 1797 abrupt endeten und den Niedergang der stolzen Schifferzunft einleiteten. Die Patina einst luxuriöser Bürgerhäuser, mehr als ein Dutzend Kirchen und Kapellen und zahlreiche schmucke Steinbauten verleihen Perast auch heute noch einen unvergleichlichen Charme. Das Museum von Perast, Mo-Fr 8-14, Sa/So 9-14 Uhr, am Ufer, Eintritt 1,50 Euro, ist im Ende des 17. Jhs. gebauten Bujović-Palast untergebracht. Porträts der großen Kapitäne der Stadt, Landkarten und die Wohnzimmereinrichtung der Bujovićs lassen einen abtauchen in ferne Seefahrerwelten.


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