Die Blumenstadt am Eingang der Bucht hat die meisten Sonnenstunden an der Adria
Der jugoslawische Literaturnobelpreisträger Ivo Andrić nannte Herceg Novi (14 000 Ew.) die Stadt des ewigen Grüns, der Sonne und der Promenaden. Wenn im hohen Norden Montenegros noch eisige Temperaturen herrschen, sprießen in der 1382 vom bosnischen König Tvrtko I. gegründeten, später nach Herzog (Herceg) Stijepana Vukšić benannten Hafenstadt bereits die ersten Blumen. Mit Wein und frischem Fisch wird das jedes Jahr Ende Januar/Anfang Februar zelebriert: Tausende finden sich an der Uferpromenade (Obala) zum Mimosenfest ein.
Die berühmten Seefahrer der Stadt brachten von ihren Reisen exotische Pflanzen mit; gepaart mit der Mittelmeerflora entsteht so jedes Frühjahr aufs Neue eine herrliche Blütenpracht. Der architektonische Stilmix von orientalischen Bauten bis Barock gibt dem an einer steilen Böschung gelegenen, mit langen Treppen versehenen Herceg Novi einen Hauch von Eleganz, der Besucher das ganze Jahr über anzieht. Fast 200 Sonnentage im Jahr, die meisten an der Adria, tun ein Übriges.
Vom Kurort Igalo im Westen bis nach Meljine im Osten streckt sich die Promenade Šetalište Pet Danica 7 km an Cafés, Restaurants und Molen vorbei. Sehen und gesehen werden, heißt es hier - mit verspiegelten Sonnenbrillen, den neuesten Handymodellen und Designerklamotten, versteht sich. Die Obala bildet das Zentrum der Riviera von Herceg Novi, die von Njivice bis Kamenari reicht. Im Rücken thront der Hausberg Orjen (1893 m), die Sonne geht über der Halbinsel Prevlaka und der von den österreichischen Herrschern gebauten Festungsinsel Mamula unter, von der Obala besonders schön zu sehen.

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