Eine natürlich schöne und nützliche Hafen, war Kotor auch ein kulturelles Zentrum im Mittelalter.
Lassen Sie sich am Morgen wecken vom Geläut der Glocken - fast ein Dutzend Kirchen gibt es in der Altstadt von Kotor (6000 Ew.), die die Unesco nach dem Erdbeben von 1979 zum kulturellen Welterbe erklärte, um einen schnellen Wiederaufbau zu sichern. Der ist gelungen, wovon sich die Kotorianer jeden Tag wieder in einem der Cafés am spiegelglatt getretenen Platz vor dem Uhrturm überzeugen. Dies ist vielleicht der beste Fleck, um Zugang zum Geist der einst von Römern, Venezianern und Österreichern regierten Stadt zu finden.
Kotor - das heißt Eintauchen ins Mittelalter, als das Städtchen am südöstlichen Zipfel der Bucht von den Venezianern entscheidend geprägt wurde. Kotor - das ist die Kathedrale des heiligen Trifun, 1166 auf den Grundmauern einer Rundkirche aus dem 9. Jh. errichtet. Kotor - das ist das Selbstbewusstsein der eigenständigen Seefahrergemeinde, die dem Ansturm der Türken immer standhielt und von den wechselnden Herrschern mal Dekadaron, mal Catarum, Catera oder Cathara genannt wurde. Unter den Südslawen setzte sich der Name Kotor durch, die Italiener machten daraus Cattaro. Westwärts aus dem Stadttor hinaus führt die Uferstraße an hübschen Fischerorten vorbei.


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