Melancholische Burgruinen und Industriegebiete - der Nordosten ist eine Region der Gegensätze
Der Nordosten Estlands unterscheidet sich in vielem vom übrigen Land. Etwa 260000 Menschen leben in den Landkreisen Lääne-Virumaa, Ida-Virumaa und in Narva. Je weiter man durch das flache Gebiet auf der Fernstraße 1 Richtung Osten fährt, umso größer wird der Anteil der russischen Bevölkerung. Schon 30 km hinter Lahemaa ist der nordöstliche Teil der Region gekennzeichnet von Zementfabriken, von Ölschieferhalden, Tagebau und qualmenden Schloten.
Wesentlich schönere Plätze gibt es dagegen an der Küste: Steilküsten mit Kiefernhainen, hinabstürzende Wasserfälle und lang gezogene, feine Sandstrände. Und auf den wenigen Straßen Richtung Süden zum Peipussee entfaltet sich dann eine wunderbare, einsame Landschaft mit Wäldern, Mooren und Seen. Die wenigen und zudem kleinen Dörfer wirken wie Inseln in einem großen, grünen Meer.


