Saaremaa, die größte estnische Insel (2671 km², 40000 Ew.) bildet mit den Inseln Muhu, Vilsandi, Ruhnu und rund 500 kleinen Inseln einen Landkreis.
Schotterpisten, zerklüftete Buchten, Sandstrände, Kliffe, Nadelwälder, Wacholderheiden - Saaremaa ist urwüchsig und einsam, besonders der Norden und die Sõrve-Halbinsel im Südwesten. Die Insel ist mit Auto oder Rad gut zu bereisen, auch wenn die kleinen Orte weit auseinander liegen. Nach Saaremaa geht fast stündlich eine Fähre (2 Pers. im PKW 95-175 Kronen http://www.laevakompanii.ee), vom Festlandhafen Virtsu gelangt man mit ihr in 30 Minuten nach Kuivastu auf der Insel Muhu, von der ein Damm nach Saaremaa führt. Von Tallinn aus gibt es Flüge (http://www.avies.ee).
Die beschauliche Inselhauptstadt Kuressaare (15000 Ew.), das ehemalige Arensburg, ist ein kleines Zentrum für Wellnesstourismus. Schon ab 1840 entstand hier ein Kurort. Mit den Sowjets kam der Bruch, denn die Stadt wurde zur militärischen Sperrzone. Das über 700 Jahre alte Kuressaare besitzt rund ums Rathaus schöne Bauten aus dem 18. Jh. Bischofsburg, renovierte Holzvillen, Alleen und moderne Spa-Hotels bilden im Stadtkern ein attraktives Ensemble.
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