Die eindrucksvollste Tempelanlage der Maltesischen Inseln
Der Tempelkomplex von Ggantija ist eine sehr gut erhaltene und eindrucksvolle überirdische Kultanlage aus der Jungsteinzeit. Der ovale, 40m lange Vorplatz auf einer künstlich angelegten Terrasse war von einer Mauer aus abwechselnd senkrecht und waagerecht gestellten Steinplatten umfasst, von der Reste ganz links vor dem Tempel noch gut zu erkennen sind. Die beiden auf diesen Vorplatz ausgerichteten, früher wohl mindestens 10 m hohen Tempelfassaden waren konkav geformt und trafen in der Mitte in stumpfem Winkel aufeinander. Vor den Fassaden verlief eine steinerne Bank, auf der die Gläubigen Opfergaben ablegten. Den Zugang zu jedem der beiden Tempel bildete ein enger Gang, der links und rechts von mächtigen, senkrecht stehenden Steinen - so genannten Orthostaten - flankiert war. Boden und Decke bestanden ebenfalls aus riesigen Steinplatten. Vor dem Eingang zum linken der beiden Tempel liegt eine Steinplatte mit erhabenem Rand. Brandspuren deuten darauf hin, dass hier Brandopfer dargebracht wurden. Auf der Schwellenplatte selbst steht eine flache Schale, die zur Aufnahme von flüssigen Opfern bestimmt war. In den hintersten der Orthostaten deuten je vier sich gegenüber liegende Löcher darauf hin, dass der Zugang zum Tempel mit Holzbalken versperrt werden konnte. Das Tempelinnere besteht aus einem breiten Mittelgang und fünf nierenförmigen Räumen. In einem von ihnen ist noch ein schöner Trilithaltar erhalten. Lohnend ist ein Blick auf die Umfassungsmauer des Doppeltempels, die ihn auf drei Seiten umgibt. Die Menschen der Jungsteinzeit haben dafür gigantisch große Steine abwechselnd senkrecht und waagerecht aufgeschichtet. Standardöffnungszeiten siehe S. 105, Eintritt 1,50 Lm, mit Windmühle in Xaghra 2 Lm; gut ausgeschildert am südlichen Ortsrand von Xaghra, 6 km entfernt vom Fährhafen
















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