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Mehr als 2 Mio. Menschen leben in Colombo und den Vororten, also fast jeder zehnte Einwohner von Sri Lanka. Die Stadt, die in den Zeiten des britischen Weltreichs ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in den Fernen Osten darstellte, gehört nach langer Zeit der Agonie zu den zukunftsträchtigen Zentren Asiens mit einer großen Vergangenheit. Am spannendsten ist die Gegenwart: In vielen Vierteln und Lebensbereichen machen sich Aufbruch und neue Hoffnung bemerkbar. Junge Szenen entstehen, in kultureller und erst recht in kulinarischer Hinsicht. Colombo, mit etwas Zeit und in kundiger Begleitung entdeckt, macht viel Spaß. Die Stadt, die vom Tsunami nicht berührt wurde, bietet keine weltbewegenden Sehenswürdigkeiten, wohl aber eine Vielzahl sehenswerter Bauten, die fast alle an die bewegte Vergangenheit der verschiedenen Kolonialmächte erinnern.
Die Portugiesen haben Colombo - der Name stammt vermutlich von kolamba, dem singhalesischen Begriff für Hafen - zu Beginn des 16. Jhs. erstmalig befestigt. Wichtiger waren zu jener Zeit noch die Häfen von Galle und Jaffna. Erst um die Mitte des 17. Jhs., als die Holländer ihre Herrschaft über die Zimtgärten Ceylons ausbauten, begann Colombos Aufstieg. Nur wenige Gebäude und ein paar Kanonen, die noch immer ihre Rohre aufs Meer gerichtet haben, erinnern an die frühen Zeiten der Europäer. Nachhaltiger wurde das Bild der Stadt erst durch die Briten geprägt. Vom Ende des 18. Jhs. bis zum 4. Februar 1948, dem Tag der Unabhängigkeit, lenkten sie die Geschicke der Tropeninsel von Colombo aus. Inzwischen ist eine Skyline herangewachsen, die die alten Kolonialpaläste in den Hintergrund geschoben hat. Die Türme des Welthandelszentrums, der Bank von Ceylon und andere Hochhäuser sind sogar von der Terrasse des Hotels Mount Lavina zu sehen, immerhin eine Autostunde südlich gelegen.Colombo Reiseführer von Marcopolo Ist dieser Text veraltet?
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