City am Stück von der "Baum der Erleuchtung", die Buddhas Feigenbaum gebaut.
Diese älteste und bedeutendste Königsstadt war weit über 1000 Jahre (vom 3. Jh. v. Chr. bis 1017) Hauptstadt eines singhalesischen Reichs. Alle Sehenswürdigkeiten im weiträumigen Ruinenfeld - mehr als 40 km² - stammen aus jener Zeit. Es sind fast ausschließlich Relikte sakraler Bauwerke, denn damals wurden nur Tempel, Klöster, Dagobas, Hallen und Höfe aus Stein gebaut. Von den Lehmhütten und Holzpalästen aus der Antike ist nichts übrig geblieben, aber Mauern und Grundrisse lassen ahnen, was für eine blühende Metropole hier einst gestanden haben muss. Nach 1017, als tamilische Invasoren aus Südindien die Stadt zerstörten, geriet Anuradhapura ins Abseits. Wohl überwucherte der Urwald die Ruinen der meisten Tempel, aber die Reisbauern der Umgebung vergaßen keineswegs das wichtigste Heiligtum des buddhistischen Zentrums. Sie pflegten weiterhin den Ableger jenes Baums, unter dem Buddha die Erleuchtung gefunden haben soll. Die Engländer »entdeckten« die alte Königsstadt 1820, vor 100 Jahren begannen sie mit den Ausgrabungen. Heute zieht der heilige Bezirk von Anaradhapura wieder buddhistische Pilger und Kulturreisende aus aller Welt an. Die moderne Stadt neben dem parkähnlichen Ruinenfeld hat etwa 50 000 Einwohner.


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