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Foto von Blacky
Einst war Barcelona, die Hauptstadt des Bundesstaates Anzoátegui, die große Schwester des Fischerdorfes Puerto La Cruz; heute ist es genau umgekehrt. Schuld daran war, wieder einmal, das Öl. Von den Bohrstellen im Orinocodelta hatte man die Rohrleitung bis an die Küste bei Puerto La Cruz gelegt, das sich damals noch bescheiden Pozuelos (Brünnchen) nannte. Über Nacht wurde aus dem Nest ein quirliger Ölhafen.
Barcelona (222 000 Ew.) ist auf seine Altstadt stolz. Ihr Zentrum ist die Plaza Boyacá, die von kolonialen Gebäuden und der Kathedrale San Cristóbal eingerahmt wird. Hier befindet sich auch das sehenswerte Museo de la Tradición. Von der Plaza spaziert man über die Calle Maturín drei Blocks nach Norden und stößt auf die Plaza Bolívar sowie die Trümmer der Casa Fuerte, der Festung, die Schauplatz eines Gemetzels zwischen spanischen und aufständischen Truppen im Unabhängigkeitskrieg war.
Puerto La Cruz (230 000 Ew.) kann nicht mit historischen Baudenkmälern aufwarten. Dafür bietet es den Paseo Colón, eine mittlerweile leicht ramponierte, 2,5 km lange Flaniermeile unter Palmen am Meer, die erst nach Sonnenuntergang zu wahrem Leben erwacht. Zwischen Barcelona und Puerto La Cruz liegt das bessere Viertel Lecherías (»Molkereien«) mit der Felsnase El Morro, die dem nahe gelegenen Ferienkomplex mit dem Hotel La Aquavilla den Namen gegeben hat.
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