333 Jahre lag das königliche Kriegsschiff auf dem Grund des Meers, bevor es im eigenen Museum ankerte
Im 17. Jh. war Schweden eine Großmacht im Ostseeraum. Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618-48) gab König Gustav II. Adolf aus dem Herrschergeschlecht Wasa den Auftrag für den Bau eines stattlichen Kriegsschiffs, das die Welt noch nicht gesehen hatte. Mit diesem gigantischen Projekt hoffte der König die schwedischen Interessen gegen Polen wahren zu können, mit dem sich das Land seit 1600 im Krieg befand.
Geplant war ein riesiges Schiff, das über 64 Kanonen haben sollte, mit 300 Soldaten und 145 Seeleuten segeln und Seegefechte mit Artillerie führen konnte. Darüber hinaus sollte die Vasa Macht demonstrieren und dem Feind ordentlich Furcht einflößen - die imposanten Löwenköpfe und rund 500 bunt bemalte antike Kaiser und Götter, Seejungfrauen und Krieger, Engel und Teufel aus Eichen-, Kiefern- und Lindenholz sollten dafür sorgen. Doch dazu kam es niemals. 1628 sank das 53 m hohe und 69 m lange königliche Kriegsschiff der Schweden wegen eines Konstruktionsfehlers bereits auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen.
Erst 333 Jahre später, 1961, wurde das Schiff geborgen, sorgfältig konserviert, restauriert und ein eigenes Museum dafür gebaut. Ein ständiges Problem der Restauratoren bleiben allerdings die 2,5 t Schwefel, die sich im Holz der Vasa gebildet haben. Der Schwefel oxidiert zu Schwefelsäure, wenn er mit dem Sauerstoff in der Luft und mit Wasser in Berührung kommt und greift das Holz an. Dieser Prozess wird durch das Eisen der etwa 5500 Bolzen zusätzlich beschleunigt.
Ein Erlebnis ist das Vasa-Museum schon beim Eintreten: In einer riesigen Halle erhebt sich das imposante Kriegsschiff aus der Dunkelheit. Auf drei Galerien, die den Originalrumpf der Vasa umgeben, sind verschiedene Ausstellungen mit Exponaten zum Bau, zur Geschichte und zur Bergung des Schiffs sowie zum Leben an Bord zu sehen. Ein Film informiert über die äußerst komplizierte Bergung und Restaurierung. Sept.-Mai Do-Di 10-17, Mi 10-20, Juni-Aug. tgl. 8.30-18 Uhr Eintritt 95 SEK Galärvarvsvägen 14 Bus 44, 47: Vasamuseet Rote Linie Richtung Ropsten: Karlaplan

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