Eine kleine Stadt an der schwedischen Küste, die zum Leben erwacht in den Sommer!
Smögen an der Spitze der Halbinsel Sotenäs ist noch immer ein Fischerort, was man aber während der Saison kaum bemerkt, denn dann schieben sich Touristenmassen über den berühmten, 1 km langen, mit bunten Bootsschuppen bestandenen Holzsteg, vor dem dicht an dicht gedrängt die Boote liegen.
Smögen ist ein Highlight an der westschwedischen Schärenküste!
Wir haben es segelnd von der Wasserseite aus erreicht. Der Hafen ist ein
etwa 1 km langer Schlauch, an dessen Nordseite ein nicht weniger langer
Holzsteg ent-langführt, der auf Boulevardmaße verbreitert ist, so dass
er zugleich als Flaniermeile vor den vielen, teilweise in alten
Fischerhütten untergebrachten Boutiken, Souvenirläden, Kramläden, Bars
und Restaurants genutzt wird. Daneben gibt es einen neuen Yachthafen am
südöstlichen Ende des Hafens, wo man etwas abseits vom Rummel liegt.Der Ort hat was Frisches und Lebendiges. Das Gegenteil von verschlafen.
Einerseits ein sehr schön angelegter, urig wirkender Ort, historisch
gewachsen als Fischerort, in dem das Herumwandern Spaß macht, weil es
hier sehr schwedisch zugeht und aussieht, weil er malerisch an und auf
den Felsen liegt und weil er zudem verkehrsberuhigt ist (Autoparkplätze
außerhalb). Andererseits ist es ein Touristenort. Hier mit der
Besonderheit, dass nicht nur der allgegenwärtige, stetig ansteigende
Touristenanteil im Rentenalter vorkommt, sondern Hafen und Promenade
gera-de auch bei den Jüngeren angesagt sind.Im Sommer ist hier nahezu allabendlich offene, spontane Disko auf den im
Hafen festgemachten Yachten. Da hängen die dicken Booster an den Masten
und Segelbäumen, und nicht selten tanzen 20 Leute und mehr auf dem
beengten Raum eines Yachtcockpits. Abends passt die Polizei auf, dass
zumindest nicht auch noch die Jugendlichen Alkohol auf die Boote
schleppen. Das funktioniert dann so: Die patrouillierende Polizei wirft
einen Blick in eine Plastiktüte, entdeckt Alkohol, nimmt die Flaschen
heraus, entkorkt sie, schüttet den Inhalt in den Gulli und lässt die
Leute dann ziehen. Eine deeskalierende Aktion, die man mehrfach jeden
Abend beobachten kann. So wird die Sache einigermaßen im Zaum gehalten.Es ist schon ein heiße Szene, die hier abgeht, und obwohl ich nicht zu
denen gehöre, die auf solche lauten Veran-staltungen stehen, würde ich
der besonderen Feier-Stimmung wegen jederzeit und gezielt wieder hier
Station ma-chen. Der Grund: Die Szene ist (noch) authentisch, nicht
organisiert, auf eine sympathische Weise wild und daher animierend und
mitreißend. Am nächsten Tag kann man ja wieder weitersegeln und sich
einen ruhigen Ankerplatz im weitläufigen Schärengarten suchen.
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