Patrizierhäuser und römische Brücke ergeben ein malerisches Bild
Der Rio Gilão teilt den ursprünglich phönizischen Hafenort in zwei Hälften, eine römische Brücke verbindet sie auf höchst malerische Weise. Pagodenartig gedeckte Patrizierhäuser säumen die Ufer des Flusses, Zeugnisse eines Wohlstands, den der Handel mit Thunfisch, Wein und Salz einst erbrachte. Im 16. Jh. wurde die Stadt so bedeutend, dass der König sie offiziell zur Metropole des Königreichs Algarve bestimmte. Doch im 19. Jh. zog langsam der Verfall ein. Unhörbar leise rieselte der Putz, und das Abgebröckelte, Abgedankte hüllte die hübsche Stadt immer mehr in ein wehmütiges Kleid, das an längst vergangene Ballnächte erinnert. In jüngsten Jahren aber hat der Tourismus das Hafenstädtchen (25 000 Ew.) aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und ihm neuen Glanz verliehen.
Erkunden Sie diesen Ort in aller Ruhe - und zwar zu beiden Seiten des Rio. Dann erst können Sie seinen stillen Charme erleben und beginnen zu verstehen, warum viele Besucher wie auch die einheimischen und ausländischen Bewohner dieses Städtchen als reizvollstes der Algarve bezeichnen. Am schönsten ist wohl die kurze Travessa de D. Brites. Sie zweigt bei der hübschen Uferpromenade ab, führt zur Rua D. Marcelino Franco und endet vor der Kirche Nossa Senhora das Ondas (»Unsere Liebe Frau der Wellen«) aus dem 17. Jh.
Auch Strandgänger kommen hier auf ihre Kosten: Die 10 km lange Düne Ilha de Tavira ist von rarer Schönheit. Ein Teil davon ist für FKK vorgesehen. Eine Bimmelbahn fährt alle 45 Minuten von der Praça da República an der römischen Brücke zur Fähre in Quatro Águas (verbunden mit einer Fahrt durch die Stadt, diverse Stationen zur kurzen Besichtigung, 2 Euro), von dort setzen Sie dann zur Insel über.




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