Anything goes in wildesten Viertel von Amsterdam
Das mittelalterliche Zentrum Amsterdams hat seinen Namen von den vier ältesten Grachten der Stadt: den früheren Stadtgräben Voor- und Achterburgwal, die jeweils die „oude“ und „nieuwe zijde“ der Stadt umgaben.
Rund um diese Kanäle - von denen nur noch zwei übrig sind, denn die beiden Wasserläufe auf der „neuen Seite“ wurden zugeschüttet - erstreckt sich heute ein bunt gemischtes, lebendiges Viertel, das neben historischen Sehenswürdigkeiten und Shoppingzentren auch die Rotlichtszene und Chinatown umfasst. Hier findet man die älteste Kirche und die besten Asiaimbisse, aber auch die schmuddeligsten Ecken Amsterdams. Entsprechend abwechslungsreich ist das Straßenbild: Touristen, Junkies, Amsterdamer Originale, Shoppende, Chinesen, Prostituierte und Studenten tummeln sich zwischen Neonreklamen und Grachtenhäusern. Die wirken hier viel weniger aufgeräumt als im schicken Grachtenring. Entstanden zwischen dem 14. und 16. Jh., als es noch keine strengen Bauvorschriften gab, sind sie mal breit, mal schmal, mal niedrig, mal hoch, mal imposant und mal völlig windschief. Es lohnt sich, einmal innezuhalten und die Fassaden oberhalb der Läden anzusehen oder vor der Hektik der Kalverstraat in die Ruhe des Begijnhofs zu flüchten. Scheuen Sie sich nicht, durch eine enge Gasse zu gehen oder in einen kleinen Hof zu schauen. Dort versteckt sich manche Perle wie das Restaurant Blauw aan de Waal oder der Büchermarkt hinter dem Oudemanhuispoort. Dreh- und Angelpunkte des bunten Treibens sind die Plätze Dam, Spui, Rembrandtplein und Nieuwmarkt.


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