Von den Alpen an die Riviera. Viertausender im Aostatal, das Feinschmeckerparadies Piemont und die exklusiven Badeorte Liguriens
Südlich der Alpen beginnt der Schaft des italienischen Stiefels, und wer nicht vom Meer aus das Land erreicht, der muss zwangsläufig über die Berge kommen. Die Alpenübergänge aus der Römerzeit, Alpis Poenia und Alpis Graia, sind heute die Pässe Kleiner und Großer St. Bernhard, die Italien mit Frankreich und der Schweiz verbinden. Berge bestimmen die drei Regionen des italienischen Nordwestens: Das Aostatal und die 100 km lange Talebene des Flusses Dora Baltea werden von Gebirgsmassiven umrahmt, die zum Großartigsten gehören, was die Alpen zu bieten haben: Im Norden sind es die Ostflanke des Mont Blanc (4810 m), der Monte Rosa (4634 m) und das Matterhorn (4478 m, ital. Cervino), wohingegen sich im Süden der Gran Paradiso (4061 m) auftürmt, ein Ski- und Wanderparadies. Die Kulisse Turins, Hauptstadt des anschließenden Piemont, bestimmen im Norden und Westen die Schneegipfel der piemontesischen Alpen, im Süden die Hügel des Apennins wie Monferrato, Roero und Langhe, den Feinschmeckern wohl bekannt dank ihrer Pilze, Trüffeln und ausgezeichneten Rotweine. An der ligurischen Küste begünstigen die Seealpen im Nordwesten und der Apennin im Südosten das milde Klima der Riviera. Die Berge liefern die landschaftlich reizvolle Kulisse der ligurischen Badeorte und zwingen Genua, die große Hafenstadt, sich auf 35 km dicht an der Küste entlang auszudehnen.

