Anziehender Mittelpunkt der gemütlichen, 5000 Ew. kleinen Stadt ist der Marktplatz mit seinen stattlichen Bürgerhäusern aus verschiedenen Jahrhunderten, einladenden Straßencafés, Geschäften und einem auffälligen, aus der geschlossenen Häuserzeile hervorspringenden Gebäude, dem Dënzelt (»Dingstuhl«, von Althochdeutsch dingen, »beraten«). Er wurde 1444 als Sitz des Schöffengerichts errichtet. Heute tagt in dem gotischen Saal der Gemeinderat von Echternach. Auf dem Platz steht auch noch eine Nachbildung des alten Gerichtskreuzes. Unter dem Urtsel (der Urteilssäule) wurden die Urteile verkündet und gegebenenfalls auch gleich vollstreckt.
An einem Ende mündet der Marktplatz in eine Fußgängerzone mit Hotels, Gaststätten und Geschäften, am anderen Ende schließt sich die mächtige Basilika mit den ausladenden ehemaligen Abteigebäuden an. Hier soll 698 der hl. Willibrord eine erste Kirche errichtet haben (2008 ist großes Willibrordusjahr mit vielen Veranstaltungen zum 1350. Geburtstag des Heiligen). Über Jahrhunderte war Echternach kultureller und politischer Mittelpunkt des ganzen Landes.
Höhepunkt im kulturellen Leben Echternachs ist das alljährliche Musikfestival (http://www.echternachfestival.lu) im Mai und Juni, bei dem in der Basilika und in der Pfarrkirche St. Peter und Paul Koryphäen der klassischen Musik aus aller Welt aufspielen. Außerdem ist die Stadt als Mittelpunkt der »Kleinen Luxemburger Schweiz« und des grenzübergreifenden Deutsch-Luxemburgischen Naturparks ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in eine malerische Umgebung.
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