Im Land des Lichts.
Nur in der Nebensaison ist es ein Vergnügen, auf der Autoroute du Soleil der Sonne entgegenzufahren. Endlose Autoschlangen und Staus sind die Regel im sommerlichen Rhônetal. Schade um dieses schöne Tal mit seinen sehenswerten Städten. Aber man kommt auch anders in die Provence und an die Côte d'Azur: auf der Route Napoléon. Eilig darf man es natürlich nicht haben, aber der Weg, den Napoleon 1815 nahm, um in Paris die Macht zurückzuerobern, ist den Umweg wert. Am Weg liegen der Mont Blanc, die Bergwelt von Savoyen, der Teil der französischen Alpen, der im Wintersport Topadressen bereithält und die Bergfans begeistert. Besonders die unberührte Natur des Parc National du Mercantour entlang der italienischen Grenze ist mit ihrer reichen Pflanzen- und Tierwelt ein großartiges Revier für Bergtouren.Farben, Gerüche und Atmosphäre des Südens erlebt man nirgendwo intensiver als in der Provence und im Languedoc-Roussillon. Von der unteren Rhône, den Karsthängen der Haute-Provence bis zur Côte d'Azur und den Ausläufern der Pyrenäen badet das Land in Licht und Hitze. Die klassische Provence liegt im relativ kleinen Dreieck Avignon-Aix-en-Provence-Arles, wo die Griechen und Römer siedelten. Die Orte an der Küste, von Nizza über Cannes bis St-Tropez, sind auch schon längst nicht mehr nur für die Schönen und Reichen reserviert. Im Sommer werden hier alle Besucherrekorde geschlagen. Kaum weniger begehrt sind die Strände des Languedoc-Roussillon von La Grande-Motte bis zur spanischen Grenze. In der Haute-Provence wie im Hinterland des Languedoc-Roussillon warten großartige Naturziele wie der Grand Canyon du Verdon, die Gorges du Tarn, die Corniche des Cévennes; und auf irgendeinem Dorfplatz im Süden den Männern beim Boulespiel zuzusehen ist ein authentisches, zeitloses Vergnügen.

