Das mit 167 m höchste Gebäude Turins ist das Wahrzeichen der Stadt, ein Wahrzeichen, von dem viele Turiner behaupten, es sei in erster Linie hässlich. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick. Erbaut wurde die Mole in 30 Jahren (Baubeginn 1863) nach wechselnden Plänen des Architekten Alessandro Antonelli. Ursprünglich war sie als Synagoge und jüdisches Gemeindezentrum gedacht, erfüllte diese Funktion jedoch nie. Irgendwann übernahm die Stadt den Turm. Heute ist er Sitz des Museo Nazionale del Cinema (http://www.museonazionaledelcinema.org). Mit zwölf Produktionsstudios und 73 Kinos galt Turin um die Wende vom 19. zum 20. Jh. als die Geburtsstadt des italienischen Kinos. 1904 wurde auf der Piazza Vittorio Veneto der erste Film öffentlich aufgeführt, 1914 drehte man in Turin mit „Cabiria“ den ersten Kolossalschinken der Filmgeschichte. Heute erinnert das originell und liebevoll gemachte Kinomuseum auf fünf Etagen an die Pionierzeiten des Kinos - mit laterne magiche, uralten Filmkameras und Kulissen und bequemen Liegen, auf denen man alte Stummfilmausschnitte anschauen kann.
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