Wahrzeichen einstiger Wirtschaftsmacht
Mehr als 400 Brücken, so haben eifrige Statistiker gezählt, helfen in Venedig die rund 150 Kanäle zu überqueren und viele der mehr als 100 Inseln zu verbinden. Manche sind namenlos, viele unscheinbar. Einige sind verkehrstechnisch oder kulturgeschichtlich von besonderer Bedeutung, als Treffpunkt oder Fotomotiv weltberühmt - so vor allem die Rialtobrücke. Hier befand sich über viele Jahrhunderte hinweg das Geschäftszentrum der Handelsmetropole: Hier löschten Fernhändler ihre Waren, hier hatten die wichtigsten Bank- und Handelshäuser ihren Sitz. In ihrer heutigen Form aus istrischem Stein wurde die Brücke, die die Bezirke San Marco und San Polo verbindet, im ausgehenden 16. Jh. als Ersatz für ihre hölzerne und schon recht morsche Vorgängerin errichtet. Sie bildete bis Mitte des 19. Jhs. den einzigen Fußgängerweg über den Canal Grande. Ihr Architekt war ein gewisser Antonio da Ponte, der sich seinerzeit mit seinem zwar recht plumpen, dafür aber sehr soliden und dem Schiffsverkehr genügend Raum lassenden Entwurf gegen prominente Konkurrenten wie Michelangelo, Palladio, Sansovino und Scamozzi durchzusetzen vermochte. Anleger: Rialto


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