Wem in diesem Versammlungshaus nicht der Atem stockt, den kann wohl kein Kunstwerk der Welt mehr begeistern. Mit nicht weniger als 56 Gemälden hat Jacopo Robusti, genannt Tintoretto, gegen Ende des 16. Jhs. in 18 Jahren die Wände und Decken dieses dem Pestheiligen Rochus geweihten Gebäudes geschmückt. Sie zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Der große Saal im Obergeschoss zählt dank seiner makellosen Proportionen und der grandiosen Kassettendecke zu den kostbarsten Räumen in ganz Italien. Kaum minder beeindruckend: die angrenzende Herberge (Sala dell'Albergo) mit Tintorettos 1565 entstandener „Kreuzigung“, die ähnlich wie Michelangelos Sixtinische Kapelle in Rom für Zeitgenossen wie spätere Lernende eine Quelle der Anregung war. Sehr sehenswert sind auch die acht großformatigen Gemälde zum Leben Mariens an den Wänden der etwas düsteren Eingangshalle im Erdgeschoss. Anleger: San Tomà
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