Die Alpen als Kulisse
Das Bild der vom Po geteilten Stadt bestimmen großzügige, gerade Straßen; von strengen Fassaden gerahmt, gleichen sie eher französischen Avenuen, dazu kilometerlange Arkaden, unter denen edle Geschäfte und duftende Kaffeehäuser einladen (Corso Vittorio Emanuele): elegant-bürgerliches Flair. Turin (1 Mio. Ew.), einst die Residenzstadt der Savoyer, wurde mit der Gründung der Autofabrik Fiat (1899) Ziel einer gewaltigen Welle von Zuwanderern aus Süditalien und Inbegriff des industrialisierten Italiens. Und damit auch des politisierten, aufmüpfigen Italiens, wovon heute etwa eine lebhafte Alternativszene, Musikkneipen und Programmkinos zeugen. Treffpunkte sind die Lokale in den ehemaligen Lagerräumen in den Ufermauern des Po, murazzi genannt, und die großzügige Piazza Vittorio Veneto. Außerdem haben sich interessante Galerien und Sammlungen mit Avantgardekunst etabliert, oft in ehemaligen Industrieanlagen oder alten Palazzi, etwa die Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (Di-So 11-19 Uhr, Via Modane 16, http://www.fondsrr.org).

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