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Sehenswürdigkeit

Sacromonte

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Sacromonte

Das hoch gelegene Viertel schließt sich bergaufwärts über dem Tal des Río Darro an das Albaicínviertel an. Auf den heiligen Berg („sacro monte“) gelangt man von der Innenstadt aus am einfachsten über die Plaza Nueva, die Carrera del Darro und die Cuesta del Chapiz. Dann geht es rechts ab in den Camino del Sacromonte - in ein ganz anders geprägtes Granada.

Sacromonte ist ein altes Zigeunerviertel. Die Herkunft der gitanos ist ungeklärt. Vermutlich erhielten sie aufgrund ihrer Unterstützung der christlichen Eroberer nach der Wiedereinnahme Granadas das Niederlassungsrecht. Heute gehören sie unverwechselbar zu dieser Stadt. Den wehmütigen cante jondo, den ursprünglichen Gesang des Flamenco, zelebrieren sie herzzerreißend eindringlich. Ihre Flamencodarbietungen in Grottenlokalen - vielfach zu überhöhten Preisen - sind allerdings arg auf die Touristen zugeschnitten. Meist muss sogar die „Fotografiererlaubnis“ erkauft werden. Besser ist es, sich vorher genau zu informieren und das Viertel nachts zu meiden, wenn man es nicht mit einer Gruppe durchstreift. Vom Berg aus ist der Blick auf die nachts angestrahlte Alhambra und die ihr zu Füßen liegende Stadt besonders schön.

Hoch über dem Viertel thront die Abadía del Sacromonte (Di-Sa 11 bis 13 und 16-18, So 16-18 Uhr Camino del Sacromonte), eine Abtei aus dem 17. Jh. Im Untergrund liegen Katakomben aus der römischen Zeit. Dort soll der hl. Cecilio, der heutige Schutzpatron Granadas, sein Martyrium erlitten haben. Im Rahmen von etwa 45-minütigen Führungen geht es in die winzige Cecilio-Höhle hinab und in die Kirche und ein interessantes Museum mit sakraler Kunst.

Sacromonte Reiseführer von Marco Polo region guide

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