Das bezaubernde Renaissanceschloss (1512-21), das die Brückenbögen seiner Galerie wie selbstverliebt im stillen Wasser des Cher spiegelt, ist nicht zufällig ein Schloss der Frauen. Der Gemahl von Cathérine Bohiers, seines Zeichens Obersteuereinnehmer, gab nur das Geld, seine Frau bestimmte, wie das Schloss aussehen sollte. Die Nachfolgerin Diana de Poitiers bekam als Favoritin Heinrichs II. Chenonceau 1547 geschenkt, ließ die Brückenbögen über den Cher errichten und die Gärten anlegen. Nach dem Tod des Königs musste sie leider auf Befehl der Witwe Katherina von Medici ihr Heim gegen das schlichtere Château Chaumont eintauschen. Der neuen Hausherrin verdankt die Nachwelt die Galerie über den Fluss. Nach ihr lebte Louise de Lorraine auf Chenonceau, genannt »Reine Blanche«. Die Witwe Heinrichs III. ließ als Zeichen ihrer Trauer die Decken schwarzweiß malen. Schließlich wurde Chenonceau 1863 von einer Madame Pelouze umfassend restauriert. Bei der Führung werden unter anderem das Schlafzimmer der Katherina von Medici, der Salon Ludwigs XIV. und das Zimmer der Diana mit einem Bildnis von Francesco Primaticcio gezeigt, auf dem sie als schöne Jägerin dargestellt ist. Sommer tgl. 9-19, sonst 9-17.30 oder 17 Uhr, http://www.chateauchenonceau.com
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