Hier steht die größte Kathedrale Frankreichs
Die alte Hauptstadt der Picardie (160 000 Ew.) lohnt allein schon wegen der Kathedrale Notre-Dame die Reise. An der Somme gelegen, wurde Amiens im Zweiten Weltkrieg zum größten Teil zerstört. Das Stadtbild ist also modern, nördlich der Kathedrale, aber auch in dem von Kanälen durchzogenen Stadtviertel geradezu idyllisch. Die Kathedrale, mit deren Bau 1220 begonnen wurde, ist mit 145 m Länge, dem 42,3 m hohen Innern und einer Fläche von 7700 m² die größte Frankreichs. Mit ihrem überwältigenden Reichtum der ornamentalen Ausstattung ist sie der klassische Musterbau der Gotik, der auch beim Bau des Kölner Doms als Vorbild diente. Im Musée de Picardie, tgl. außer Mo 10-12.30 und 14 bis 18 Uhr, befinden sich reiche archäologische und kunstgeschichtliche Sammlungen sowie eine schöne Gemäldegalerie der französischen Schule. Sehr reizvoll sind Les Hortillonages, Gartenanlagen besonderer Art: Kleine Kanäle von 55 km Länge unterteilen diese Ansammlung von Gärten, in denen Gemüse angebaut wird. Man kann sie mit dem Kahn befahren (Auskunft im Touristenbüro); am Samstagvormittag wird auf dem Quai Parmentier Markt abgehalten.
Bootsfahrt durch Gemüsegärten: Die Anlagen Les Hortillonages in Amiens werden von Kanälen durchzogen
Das Quartier St-Leu ist das schönste Viertel von Amiens. Hier reihen sich hübsche Häuser am Seitenarm der Somme aneinander, mit Cafés, Boutiquen und Restaurants: nach dem Besuch der Kathedrale ein hübscher Bummel. Originell ist das Restaurant Les Marissons, pont de la Dodane, Tel. 03 22 92 96 66, Sa mittags und So geschl., €- €€, in einer ehemaligen Bootswerft aus dem 15. Jh., mit Garten. Gut untergebracht sind Sie im Hôtel de Normandie, 27 Zi., 1 bis, rue Lamartine, Tel. 03 22 91 74 99, Fax 03 22 92 06 56, http://www.hotelnormandie.com, €.


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