Backsteinhäuser, Solidarnosc, Seefahrt und Werften in der Hansestadt
Die in Pommern westlich der Weichselmündung gelegene Hafenstadt Danzig kann auf eine lange und turbulente Geschichte zurückblicken. Oft und meist gewaltsam haben die Herrscher der Stadt und ihre Bewohner gewechselt. Die ehemalige Hansestadt spielt wegen ihrer günstigen Lage an der Ostsee bis in die heutige Zeit eine wichtige Rolle als Handels- und Hafenstadt. Während in Danzig selbst etwa 450.000 Menschen leben, zählt der Großraum Danzig, auch Dreistadt (polnisch: Trojmiasto) genannt, über eine Million Einwohner. Zu dieser Region gehören neben Danzig die nahe gelegene Hafenstadt Gdynia und das an der Danziger Bucht gelegene Ostseebad Sopot. Besonders eindrucksvoll ist es, sich durch die Altstadt von Danzig treiben zu lassen. Sie erinnert mit ihren roten Backsteinhäusern an Amsterdam und andere Hansestädte. Mittelpunkt der Stadt ist der "Lange Markt", ein seit dem 17. Jahrhundert bestehender Platz, an dem die wohlhabenden Danziger residierten. Sehenswert ist ebenfalls der alte hanseatische Hafen, in dem das "Krantor", ein Stadttor am Ufer mit Kranfunktion, einen besonders imposanten Eindruck hinterlässt. Und auch wer an jüngerer Geschichte interessiert ist, wird in Danzig gewiss fündig. So hatte die Solidarnosc Gewerkschaft mit Ihrer Streikbewegung im Jahre 1980 in der "Lenin-Werft" (heute Danziger Werft) den Anfang vom Ende des Kommunismus eingeläutet.


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