Berlins Anlaufstelle Nr.1 für City-Cowboys und sonstige Freaks
Kein Wochenende in Berlin sollte ohne einen Besuch des White Trash vorübergehen. Wegen Anrainer-Protesten in ein ehemaliges Irish-Pub an der Schönhauser Allee übersiedelt, entzieht sich die Realität gewordene Halluzination des stadtbekannten Hutträgers Wolfgang Sinhart nach wie vor jeder Einordnung. Mit dem White Trash betritt man eine dreigeschossige, verschachtelte Mutation aus China-Restaurant, Irish-Pub, Burger-Grill und Western-Saloon, angereichert durch allerlei skurrilen Kunststoff- und Poster-Ramsch aus der Welt der ganz schlechten Splatter-Movies.
Genauso ungeklärt, was das White Trash eigentlich ist, ist auch, was man im White Trash eigentlich tut. Doch darüber haben sich weder Mick Jagger noch Lemmy von Motörhead lange den Kopf zerbrochen. Zum Beispiel abtanzen - vor der kleinen Bühne mit regelmäßigem Live-Musikprogramm. Oder man schlägt sich den Wanst mit solchen Gustohäppchen wie „King Elvis Supreme Burger und Fuck-you-Fries“ voll.
Und selbst wer glaubt, sich ohne Tattoo nicht mehr nach Hause trauen zu können, dem kann im angeschlossenen Tätowier-Shop Abhilfe geleistet werden. Vorausgesetzt es stellt sich ihm nicht die Bar in den Weg. Findet man zu später Stunde trotz allem noch den Ausgang und stolpert einmal quer über die Schönhauser Allee, stößt man mit dem Bassy bereits an die Türe zum nächsten formidablen Schuppen für ambitionierte Großstadt-Cowboys.



