Das Land zweier gegensätzlicher Traditionen: Antike und Kommunismus
Seit 1. Januar 2007 ist Bulgarien EU-Mitglied, höchste Zeit also, um Bulgariens Hauptstadt zu entdecken! Sofia ist eine der ältesten Städte Europas: Bewohnt wird das Gebiet seit mindestens 5000 Jahren, und neue archäologische Funde deuten auf etwa 8000 Jahre alte steinzeitliche Siedlungen hin. Ausgrabungen und Ruinen verteilen sich über das ganze Stadtgebiet. Heutzutage ist Sofia aber vor allem ein architektonischer Schmelztiegel zwischen Jahrhunderte alter europäischer und kommunistischer Architektur. Interessant ist die Nähe von Gotteshäusern verschiedenster Konfessionen im Zentrum - so finden sich dort dicht nebeneinander eine katholische und eine orthodoxe Kirche, eine Moschee und eine Synagoge. Im Süden der Stadt befindet sich das Witoscha-Gebirge, welches die Stadtkulisse dominiert. Dort befindet sich ein gut ausgebautes Ski-Gebiet, welches ein beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner der Stadt geworden ist. Verwirren lassen sollte man sich in Bulgarien keinesfalls von der Körpersprache: In Bulgarien bedeutet Kopfschütteln nämlich Ja und Nicken Nein. Doch wer lange genug in Sofia bleibt, der wird sich auch daran gewöhnen.
Eines der vollständigsten und perfekt erhaltensten Monumente der mittelalterlichen Kunst Osteuropas. 8 km südlich des Stadtzentrums ließen zahlreiche Spitzenfunktionäre der Kommunistischen Partei ihre Villen und Todor Schivkov die Residenz bauen, die nach wie vor als Repräsentationssitz des Staatspräsidenten genutzt wird. Größere historische Bedeutung erlangte der Ort durch die Bojana, eine Kirche, die den Namen des Ortes trägt und in die Unescoliste der Kulturdenkmäler aufgenommen wurde. Sie stammt aus dem 11. Jh., 1259 kam dann ein Anbau mit wundervollen Wandmalereien hinzu, die ihren Ruhm begründeten. Biblische Szenen, Bilder von geistlichen und weltlichen Führern, aber auch realistische Spiegelungen des Alltags finden sich unter den Fresken, die als die Krone der mittelalterlichen bulgarischen Malerei gelten. Ihr Schöpfer ist unbekannt geblieben, weswegen er stets als der »Meister von Bojana« apostrophiert wird. Di bis Sa 10-17 ...
Der nationale Führerschein genügt, die internationale grüne Versicherungskarte ist aber obligatorisch, sonst muss an der Grenze eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Für Schadensregulierung ist ein Polizeiprotokoll erforderlich. Höchstgeschwindigkeiten: Pkw auf Autobahnen 130 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, in Ortschaften 50 km/h; Pkw mit Wohnwagen und Motorräder 100/70/50 km/h. Telefonieren im Auto ist nur mit einer Freisprechanlage erlaubt. Vom 1. November bis 1. März ist tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Promillegrenze: 0,5. Pkw, Motorräder und Wohnmobile benötigen eine Vignette. Sie wird an allen Grenzübergängen in drei Varianten verkauft: Sieben Tage kosten 5 Euro, ein Monat 13 und ein Jahr 34 Euro.
Der Pannendienst hat die Rufnummer 02/91146 und 146. Zuständig für den zentralen Pannendienst ist der Sâjus na Bâlgarskite Avtomobilisti SBA in Sofia (Ploštad Pozitano 3 | Tel. 02/9803308).
Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einer Summe von 8000 Leva erlaubt. In den meisten Banken, in größeren Hotels, in einigen Tourismusbüros sowie in privaten Wechselstuben ist der Umtausch möglich. Luxushotels und Niederlassungen der Autoverleihfirmen akzeptieren die gängigen Kreditkarten. Seltener werden sie auch in Geschäften angenommen.
Sowohl der innerstädtische wie auch der Überlandverkehr verfügen über ausgedehnte Netze und sind ausgesprochen billig. Im Fernverkehr ist meistens der Bus der Eisenbahn vorzuziehen, über die Busunternehmen kann man sich bei den großen Hotels erkundigen. Man kommt um einiges schneller und komfortabler ans Ziel als mit der Bahn. Zu empfehlen sind die großen Gesellschaften Etap Adress/Grup plus etapgroup.com und Biomet http://www.biomet-bg.com. Abfahrtszeiten an den zentralen Busbahnhöfen. Inlandsflüge sind ebenfalls relativ preiswert.
In der Regel sind Lebensmittelgeschäfte montags bis freitags von 8-20 Uhr, Bekleidungsgeschäfte von 10-19 Uhr und Banken von 9-16 Uhr geöffnet. Samstags kann man zumindest bis zum Nachmittag Lebensmittel und Textilien kaufen. In fast allen größeren Städten gibt es Lebensmittelgeschäfte, die von Montag bis Sonntag rund um die Uhr geöffnet haben.
Währungseinheit ist der Lev (Mehrzahl Leva, 1 Lev = 100 Stotinki). Der Lev ist fest an den Euro gebunden. Nach wie vor sind die Preise für Touristen niedrig, sieht man einmal von den Hotels in den Großstädten und touristischen Zentren und den ausländischen Leihwagen ab. Privatquartiere bekommt man schon für 10 Euro die Nacht. Allerdings sind die Übernachtungspreise saison- und nachfrageabhängig.
In einigen Museen gibt es unterschiedliche Eintrittspreise für einheimische und für ausländische Besucher. Dennoch sind die Preise auch für Ausländer mit 2-6 Euro relativ niedrig. In den Klöstern muss kein Eintritt bezahlt werden, kleine Spenden werden jedoch gern gesehen.
Ein Taxameter ist Pflicht, Quittung ebenso. Ein Schild mit dem Kilometerpreis muss sichtbar an der Frontscheibe oder am Fenster des Wagens stehen. Frage den Taxifahrer nach dem Gesamtpreis, bevor du einsteigst.
Espresso: 30-90 Cent, Imbiss: 40-60 Cent für eine Banica, Glas Wein: 0,50-1 Euro, Sonnenschirm: 2-5 Euro für die Miete pro Tag, Benzin: 0,80-1 Euro für 1 l Super bleifrei, Taxi: 0,30-2 Euro pro Kilometer
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