Der Monsterpalast in Bukarest zeugt von Diktatur und Menschenverachtung
Den monströsen Palast, mit 450 000 m² nach dem Pentagon in Washington das zweitgrößte Gebäude der Welt, ließ Diktator Ceauşescu bauen. Für viele Bukarester eine architektonische Wunde, ist er in jedem Fall wegen seiner Hässlichkeit und seiner Monumentalität sehenswert. 700 Architekten und 20 000 Arbeiter haben fünf Jahre rund um die Uhr daran gearbeitet. Die mehr als 3000 Zimmer, 60 Korridore und 64 Empfangssäle sind reich mit kitschigen Marmorreliefs verziert. Die Riesenteppiche wiegen jeweils ein gutes Dutzend Tonnen. Von den Decken hängen tonnenschwere Kristalllüster. Die Baukosten von etwa 3,5 Mia. US-Dollar brachten dem Volk zusätzliches Elend. Auf einem künstlichen Hügel angelegt, dominiert der Palast eine Neubauallee im gleichen Stil. Heute sind hier Abgeordnetenhaus und zahlreiche staatliche Institutionen untergebracht. 2004 wurde im Palast ein neues Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Palast tgl. 10-16 Uhr, nur mit Führung, Bd. Unirii


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